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Die Deutschen bei der WM 2007

Die IFSS WM 2007 findet in einem besonders schlimmen Winter statt. Und die Verantwortlichen haben ein besonder glückliches Händchen bewiesen, als sie sich für Gafsele in Laplland entschieden. In kaum einer anderen Region Europas wäre eine Schlittenhunde-WM möglich gewesen. Nahezu alle Rennen mussten abgesagt werden oder werden noch abgesagt.

Vielleicht auch ein Grund dafür, dass das deutsche WM-Kontingent 30 Hunde-Teams groß ist - und 15 davon in der so genannten Offenen Klasse, der Formel 1 des Schlittenhundesport. In der Offenen Klasse werden 10 oder mehr Hunde vor dem Schlitten eingespannt. Es gab sogar schon Rennen mit einem 26 Hunde-Team!

Hier einige Sätze über die Deutschen WM-Teilmehmer. Wir fanden mit den großen Gespannen an. Ich gehe die Original-Nomminierungsliste durch. Damit folge ich der Reihenfolge, wie sie der Sportdirektor Klaus Engelbrecht notiert hat.

Klaus Starflinger

... amtierender Weltmeister, siehe unter Titelverteidiger ...

Rudi Ropertz

... über Rudi Ropertz einige Zeilen zu schreiben ist schwer, so viel hat er schon gemacht und gewonnen. Ich habe ihn vor etwa 15 Jahren kennen gelernt, als er noch mit Siberian Huskies unterwegs war - und auch damals schon ganz vorne. Rudi Ropertz hat nach seinem Umstieg auf die Hounds bewiesen, dass er ein "Dogman" ist.

Auf die Frage, was eigentlich ein guter Hundemann sei, hat er mir mal gesagt: Einer, der die Strömungen der Hunde verinnerlicht, dem die Arbeit mit den Hunden leicht fällt ohne laut zu werden oder gewalttäig.

Rudi ist bekannt wie ein bunter Hund und körperlich und mental mit seinen 65 Jahren fit wie so mancher mit Mitte 30 nicht!
Rudi war schon zwei Mal in Alaska und möchtes es im nächsten Jahr nochmals wissen. Vorher will er aber Weltmeister werden. Auch wenn er sagt: "Lass mal die anderen die Favoriten sein ...!"

Die Hunde im Ropertz-Team stammen alle aus eigenr Zucht und der Papa oder Großpapa dieser Atheleten ist Diatz. Siehe auch unter "Hunde".

Heinrich Stahl

... gilt als ernster Hundemann. Er soll heuer das beste Team haben, das er jemals in seiner langen Karriere als Schlittenhundesportler hatte. Heinrich Stahl begann den Schlittenhundesport auf Langlaufski und war auch einmal Weltmeister. Ich habe ihn vor 15 Jahren schon ob seiner körperlichen Fitness bewundert. Er soll noch immer ein Durchtrainierter sein. Heinrich Stahl hat sich 1992/93 dem Gespannfahren zugewandt und baut seither Hundeteams aus eigener Zucht auf. Für die WM 2007 hat er sich gewissenhaft in Skandinavien vorbereitet und holt sich den letzten Schliff ganz oben - in Kiruna. Ein Sieganwärter ...

Detlef Oyen

... ist nicht gerade der typische Schlittenhundler. Der sympatische Zahnarzt (!) hatte ursprünglich sein Herz an Siberian Huskies verloren, hat aber auf die sportlicheren und schnelleren Hounds umgestellt. Er sagte einmal "Was willst Du machen, wenn Du alles gewonnen hast, dann suchst Du Dir halt neue Herausforderungen." Es klingt vielleicht etwas arrogant aber wer ihn kennt, weiß dass es stimmt. Und so lange ist sein Umstieg noch nicht her. Er ist zwar noch im Aufbau seines Teams, aber bereits wieder vorne zu finden. So hat der Zahnarzt gezeigt, dass er mehr kann als nur bohren ...


Heini Winter

Heini Winter ist mit knapp über 50 Jahren ein ganz alter Fuchs im Schlittenhundesport. Er fährt am liebsten die Marathondistanz mit seinen Hunden. Der immer fröhliche, durch sein schallendes Lachen auch auf größere Entfernungen leicht ortbare Musher, dessen Qualitäten allen bekannt sind, ist trotzdem einigermaßen schwer einschätzbar.

Wenn Heini Winter die WM fährt, dann auch, weil er danach in den schwedischen Fjälls mit seinen Hunden und Schlittenhundesportskameraden das macht, was er immer im Winter macht: "Touren".

... wie hier im letzten Winter bei idealen Bedingungen in Lappland. Das Bild zeigt vlnr: Gerhard Offer, Heini Winter, Hannes Kronbach und Erwin Föger und deren Hunde natürlich.




Aber jeder weiß, dass Heini Winter, egal ob bei seinem eigenen Rennen, dem legendären "Alpentrail" oder beim 400 km Etappenrennen in Lappland, überall wo er antritt auch "g'winna will". Deshalb ist der Augsburger Kraftwerksbesitzer einer der Top-Favoriten.

Ganz egal wie seine Hunde heißen, ob "E.T." oder "Aldi", "Lidl" oder "Pumuckerle" - sie sind gefürchtet ...

Ulrich Kuhn

... der selbständige Jungunternehmer ist ein ganz enger Vertrauter und Freund von Heiní Winter, wahrscheinlich hat Klaus Engelbrecht deshalb beide Namen so eng beieinander auf seiner Nomminierungsliste. Ulrich Kuhn liebt ebenfalls eher die längeren Strecken. Er war auch schon in Amerika/Alaska und Middle-Distance-Weltmeister. Mit Heini Winter soll er auch schon mal Hunde tauschen ...

Vielleicht bei der WM weiter vorne als so mancher hoch gehandelte "Favorit" ...

Volker Brinkmann

... der aus Ulm stammende Leitende Angestellte ist schon lange Schlittenhundesportler. Er kam vor etwa 5 Jahren aus der 8-Hunde-Klasse in die Königsklasse des Schlittenhundesports. Er ist ein extrovertierter Musher, der aber auch einmal Pech hatte, als seine Hunde von einer Infektion befallen wurden.

Schwer einzuschätzen. Er versucht sicherlich vor dem einen oder anderen Favoriten zu landen.

Alexandra Kathan

... einziges Mädel unter den harten Kerls. Sie könnte aber auch dem einen oder anderen zeigen wo der Hammer hängt ... siehe unter "Musher Portrait"

Alexandra, auch "Xandi" genannt, wird diese Saison von einem aufstrebenden Hundefutter gesponsort. Einer Marke, die im Schlittenhundesport immer mehr Fuß faßt und in renommierten Fachhandelsketten vertrieben wird und mit dieser enormes Wachstum aufzuweisen hat.

Der Vertriebsleiter Österreich hat sich erst letzte Saison um den Sport bemüht und ist bereits jetzt kaum noch aus der Szene wegzudenken. Die Medienpräsenz der Marke ist durch professionlle Vermarktung des Schlittenhundesports enorm gestiegen ...!

Viele drücken "Xandi" die Daumen, nicht nur weil sie ein Mädchen ist ...!

Gregor von Gumppenberg

Siehe auch unter "Herausforderer". Gregor kennen ich seit einem Rennen in den Alpen in der letzten Saison. Er hat damals - fand ich - Größe bewiesen, als er das Rennen abbrach und lieber für seinen Saisonhöhepunkt, das Pirena trainierte. Ich war auch dort als Beobachter dabei und habe gesehen, wie er sich geschalgen hat. Das war schon imponierend. Und als er dann in Lappland in der gleichen Saison seine Hunde teilweise an zwei Etappen am Tag laufen ließ, waren selbst die reservierten Schweden beeindruckt.

Genauso wie von seiner Art mit den Hunden umzugehen, dem "free running" oder wie auch immer man das nennen möchte. Ich habe viele seiner Hunde kennen gelernt - tolle Sportler. Schade, dass der eine oder andere zu langsam für Gregors hoch gesteckten Ziele geworden ist.

Ich bin sicher, das Team und Gregor werden alles dran setzen, ganz vorne zu landen. Gregor und "Xandi" gehören zu den Jungen Mushern, nicht nur in Deutschland. Ob sie bei der WM 2007 bereits eine Wachablösung einläuten können ...?

Michael Stöckle

... ist Hobby-Musher, der für seine Hunde alles gibt was er hat. Der sympatische, junge Strahlemann unter den Mushern ist sicherlich stolz dabei zu sein und wird versuchen, eine gute Platzierung zu erreichen.

Lutz Binzer

... ist einer der aktiven Urgesteine des Schlittenhundesports in Deutschland. Er dürfte um die 60 Jahre alt sein und liebt eher die Ausdauerdistanzen. Die knapp 25km, die in Gafsele gefahren werden sind sicherlich nicht die Stärke seiner Hunde.

Aber auch ein Binzer fährt nicht zur WM um nur dabei zu sein ...!

Tom Bungic

... ich habe Tom zufällig letzte Saison in Lappland kennen gelernt. Tom hat mit Schlittenhunden schon länger zu tun als er selbst aktiver Musher ist. Beim Hundekennel der Familie Bittl - Insidern ein Begriff - hat er seine Erfahrungen gesammelt. Tom Bungic gehört zu den Mushern, die - egal wie das Rennen ausgeht - nichts zu verlieren haben, sondern nur gewinnen können. Sein Motto steht auf dem Auto "Mush a Bittl
better!"

Übrigens ist Tom der einzige Musher, den ich mit einem Stapel Bücher im Trainingslager gesehen habe. Sozusagen der "Intellektuelle" der Zunft - obwohl er auf den ersten Blick nicht gerade diesen Anschein erweckt ...

Christof Diehl

... aus Eberbach. Er stand schon 1992 bei der IFSS-WM in Bad Mitterndorf mit seinen Siberian Huskies auf der Startliste. Christof und seine Partnerin Angelika Merkel machen normlerweise alles zusammen und sind im Bereich der reinrassigen Schlittenhunde immer ganz vorne. In diesem Winter wird es anders sein. Angelika ist im 5 Monat schwanger. Deshalb muss Christof alleine nach Lappland reisen. Er wird das von Angelika trainierte Offene Team fahren.

Im Feld der Hounds wird er keine Chnace haben, ganz vonre zu landen. Sein Ziel wird sein, so viele Hound-Treams wie möglich hinter sich zu lassen.

Außerdem sind seine Hunde und vor allem er total scharf darf, in diesem verrückten Winter eineml einen "anständigen" Trail zu befahren. Aber eines ist sicher, seine Huskies werden sicher einen Preis bekommen: den des schönsten offenen Teams von allen !

Meiko Guldner

... ist ein Schlittenhunde-"Verrückter". Ich habe ihn in Tirol letzte Saison gesehen, aber hatte vorher schon Kontakt mit ihm gehabt, ohne ihn zuordnen zu können. Als ich vor Jahren alle möglichen Memorabilien über den Schlittenhundesport bei ebay verkaufte. Die allermeisten Dinge hat Meiko günstig ersteigert.

Er sieht sich selbst weit hinten im Vergleich zu den anderen deutschen Teams. Mal sehen, wie richtig er damit lag, oder ob es ein gehörig Maß an "Understatement" ist.

Siegfried Bösinger

... ist schon lange im Schlittenhundesport, kommt aus der 4-Hunde-Klasse. Soll gute Hunde haben, hat noch keine großen Erfolge vorzuweisen. Ist aber in einer Clique zuhause, wo sich Kapazität und Kompetenz befindet. Also doch Potenzial? Wir werden sehen ...

4-Dogs-Class



Daniel Tietze ist einer der ganz Schnellen - eigentlich in der 6-Hunde-Klasse...

Daniel steht auf der Liste in der 4-Hunde-Klasse. Was mich wunderte, Daniel hat es mir erklärt.

Daniel ist im letzten Jahr einer seiner sechs Hunde aus Altersgründen ausgefallen. Und der junge Hund, den er aus Amerika von Merv Hilpre mitgebracht hat, kann noch nicht mit seinen Rennern mithalten. Also hat er sich für die 4-Hunde-Klasse entschieden.

Aber zwei Problemchen sieht er, nach Skandinavien zur WM nach Gafsele und zur EM nach Hamar zu fahren:

das erste Problem kennen alle - die Finanzen. Immerhin kostet sein Schlittenhunde - Tripp in den Norden etwa 1.200 € mit allem drum und dran. Wenn es überhaupt reicht ...

Er würde mit Frau und vielleicht Vater in den hohen Norden fahren.

Seine Hunde müssten sich auf die neue Streckenlänge allerdings erst gewöhnen. Aber ein echtes Problem dürfte das für sein Quartett, das aus 2 etwa 5 ½ jährigen und 2 etwa 7 ½ jährigen Hunden besteht nicht sein. Auch die Umstellung vom Warmtraining zum Schneetraining dürfte es nicht sein. Eher das

zweite Problemchen. Das heißt mit Vornamen „Uwe“ und mit Nachnamen „Radant“.

„Weißt Du, ich habe einfach keine Lust vielleicht Minuten hinter Uwe her zu fahren!“ sagt Daniel ehrlich und zeigt, dass auch in ihm und seinem Team ein gehöriger Teil Ehrgeiz steckt.

Ich bin gespannt, ob er sich entscheiden wird, auch mitzumachen beim Saison-Highlight 2007 - in einem kleinen Dorf im Süden Lapplands ... in Gafsele.

Skijöring

Eigentlich wollte ich Bärbel Engerer noch vor dem Wochenende anrufen. Jetzt, am Samstagabend, ist es zu spät und sie ist mit ihrem "Dplomatengepäck" schon Richtung Gafsele unterwegs. Deshalb lasse ich sie einfach selbst zu Wort kommen. Hier Ihre E-Mail an uns:

"...nun habe ich mich extra von Berlin an die Deutsche Botschaft in Bern versezten lassen, um mich nach dem 2. Platz beim Alpirace 2006 optimal auf das Pirena vorbereiten zu können - die sehr milde Winter stellt jedoch alles auf den Kopf, so dass ich mich am Wochenende vom Emmental bei Bern auf den Weg Norden, Ziel zuerst Gafsele (Skijöring ein Hund, obwohl auch meine lieber zu zweit rennen), dann das Videlälvsdraget mit dem SSVB Nordicstyle Team (u.a mit Stefan Leicht und hoffentlich auch mit Tamara!).
Vor 6 Jahren bestritt ich die ersten Skijöringwettbewerbe in Transilvanien/Rumänien mit zwei Bukarester Straßenhunden, heute habe ich Nachfahren von Diatz und aus Kriegler/Radantlinien im "Diplomatengepäck"...Erfolge rechne ich mir in Gafsele gegen die hervorragenden skandinavischen und tschechischen Teilnehmer jedoch nicht aus. Dabeisein ist alles!"

Mit Grüßen aus Bern
Bärbel Engerer
Deutsche Botschaft Bern



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